Nachrichtendienst Polen 27. Juni 2000

 

1.

Sonderwirtschaftszonen

 

In Polen gibt es fünfzehn Sonderwirtschaftszonen und zwei Technologieparks, für die Investoren spezielle Investitionsvergünstigungen erhalten. Von Seiten der EU-Kommission wird allerdings verstärkt die Abschaffung dieser Zonen als Voraussetzung für eine EU-Mitgliedschaft gefordert. In diesen Gebieten sollten die Unternehmen 10 Jahre lang von der Körperschaftssteuer befreit werden. Anschließend bliebe der Steuersatz für weitere 10 Jahre halbiert. Alles deutet darauf hin, dass die jetzigen Voraussetzungen für Investitionzuschüsse zum Ende dieses Jahres auslaufen werden. Bei Investitionen in den SWZ dürfen einige Regeln nicht vergessen werden. Eine der wichtigsten ist die Definition der Produktionsart und die Zuweisung der entsprechenden statistischen Nummer ( symbol statystyczny). Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn der

 
 Home
 zurück
 Kontakt
 
   

Investor seine Tätigkeit ergänzen oder verändern will. Das Gesetz erlaubt eine Zulassungsänderung nicht. Der Minister kann in einem solchem Fall die schon ausgestellte Zulassung durch eine neue ersetzen oder eine neue erteilen. Selbstverständlich müssen bei neuer Zulassung alle Bedingungen im Hinblick auf die Investitionshöhe und Beschäftigtenzahl erfüllt werden. Das bedeutet neue Investitionen und weitere Einstellung von Arbeitnehmern.

 

Ein wichtiger Hinweis bezieht sich auf den preislichen Komponentenanteil im Endprodukt. Es wird automatisch vorausgesetzt, dass der Anteil unter 70 % des Verkaufspreises bleiben muss. Es ist deshalb ratsam, einen 5 % - igen Sicherheitsrand einzuplanen.

 

Viele Fragen beziehen sich auf die Investitionsausgaben. Die in den jeweiligen Zonen angegebenen Schwellenwerte stellen keine feste Bedingung dar. Sie sind für den Investor als Information über die Voraussetzung für eine vollständige Steuerbefreiung zu verstehen. Zum Beispiel ist in der SWZ Kattowitz ein Investitionsvolumen 2 Mln. Euro erforderlich. Der Investor mit geringerem finanziellem Einsatz muss aus der Differenz Steuer entrichten.

 

Investoren dürfen auch nicht außer Acht lassen, dass die Investitionsausgaben erst nach Zulassungserteilung angerechnet werden. In der Stellungnahme des Ministers wurden die Anzahlungen als anrechenbar eingestuft, die Schlussrechnung ( Faktura ) muss jedoch nach Erhalt der Zulassung datieren.

 

In den SWZ sind, abhängig von der Politik einer Zone, auch unternehmerische Aktivitäten erlaubt, die keine Zulassung erfordern. In solchen Fällen müssen dann die üblichen Steuern entrichtet werden. Dieselbe Regelung betrifft auch den Verkauf von Überschusskomponenten. Sie können mit gleichzeitiger Verrechnung von Steuern verkauft werden.

 

Detaillierte Informationen über alle Sonderwirtschaftszonen in Polen im Hinblick auf geographische Lage, Investitionsbedingungen, Gebühren, etc. liegen EuroPlan consult vor.

 
     
   

Nachrichtendienst Polen 20. Juni 2000

1.

 

Auslandsinvestitionen - neue Politik notwendig

 

Polen braucht eine neue Politik für ausländische Investoren. Die Notwendigkeit hierzu ergibt sich aus immer geringer werdenden Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung aus der Privatisierung, sowie aus der wachsenden Konkurrenz aus den anderen Reformländern.

 

Die Privatisierung bleibt nach wie vor der wichtigste Faktor für die Ankurbelung der direkten Investitionen aus dem Ausland in Polen. Die Probleme können jedoch in ca. 2 bis 3 Jahren auftreten, wenn die Privatisierung abgeschlossen wird. Andere Länder, wie Tschechien, haben ihre Politik schon jetzt korrigiert und verzeichnen große Erfolge.

 

Der Anteil der Gesellschaften mit ausländischer Kapitalbeteiligung in der Gesamtwirtschaft Polens stieg 1999 auf 33 %. Als führend in dieser Hinsicht gelten die Branchen Kommunikation und Transport 39,2 %, verarbeitende Gewerbe 38,3 %, Banken und Finanzen 36,9 % sowie Handel 36 %.

 

In zwei Wirtschaftsbereichen spielen Firmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung eine entscheidende Rolle: in Investitionen und Umsätzen mit dem Ausland. Hier liegt der Anteil über 50 % aller Firmen in Polen - bei Investitionen 53 %, Außenhandel: Export 51,6 % und Import 55,8 %.

 

1999 ist der Export dieser Unternehmen um 4,5 %, der Import um 2 % gestiegen, dies trotz gesunkener Handelsbilanzen im Allgemeinen. In der Folge hat sich das Saldo nur geringfügig verschlechtert von 11,6 auf 11,5 Mld. USD.

 

2.

 

Transportpolitik - Steuern für Fahrer

 

Die Abgeordneten der regierenden Partei AWS haben einen Gesetzesentwurf zur Finanzierung der Straßenbaus vorbereitet. Dem Entwurf entsprechend soll ein spezieller Fond gebildet werden, über den der Transportminister verfügen wird.

 

Unter anderem sollen 5 % aus dem Benzin- , sowie 4 % aus dem Fahrzeugverkauf in den Fond gezahlt werden. Für jedes Fahrzeug, das auf polnischen Straßen fährt, sollen darüber hinaus Gebühren von 60 Zlotys erhoben werden. Bei LKW Speditionen bestimmter Ladungen auf Entfernung von über 100 Km sollen 2,5 % der Gebühren für die Dienstleistung in den Fond fließen.

 

Die Gelder sollen durch die Finanzbehörden oder an der Grenze eingezogen werden. Letztlich werden die Finanzmittel der Straßen - Hauptverwaltung ( Generalna Dyrekcja Dróg Publicznych ) zugeführt mit dem Ziel des Baus und der Modernisierung von Straßen.

 

Derzeit werden für den Straßenbau 40 % der Mineralölsteuer verwandt.

 
     
   

Nachrichtendienst Polen 13. Juni 2000

 

1.

 

Polen - UE, Einschränkungen beim Kauf von Immobilien

 

In einer neuen Stellungnahme der EU zum Thema freier Kapitalfluss wurde das Einverständnis signalisiert, die Einschränkungen in Bezug auf den Kauf von Grundstücken durch Ausländer in Polen über den Beitrittstermin Polens zur EU hinaus aufrecht zu erhalten. Der von polnischer Seite geforderte Zeitraum von 18 Jahren wird jedoch durch Brüssel ausgeschlossen. In dem vor kurzem veröffentlichen Dokument wurde der Satz "die EU sehe keinen Grund zur Akzeptanz der Bitte, die Bodenkaufproblematik zu vertagen" gestrichen. Diesen Satz gab es noch im September 1999, als die Verhandlungen in dieser Angelegenheit angelaufen sind.

 

Der EU Erweiterungskommissar Guenter Verheugen hat vor einigen Tagen zu der Übergangsphase gemeint, die Beitrittskandidaten müssten durch eine neue Formel beruhigt werden. Diese Positionsänderung wird auf die durch die polnische Regierung getroffene Feststellung der immer noch immensen Differenzen der Bodenpreise in Polen und in Westeuropa zurückgeführt. Die landwirtschaftlichen Flächen sind in Deutschland mehr als dreimal teurer als in Polen. 1998 betrug der mittlere Einkaufspreis von einem Hektar landwirtschaftlicher Fläche in der Wojewodschaft Warminsko-Mazurskie 2620 PLN, am teuersten waren die Böden in der Wojewodschaft Opolskie und betrugen 6315 PLN pro Hektar.

 

Die Polnische Seite vertritt die Ansicht, dass die Freigabe des Bodenverkaufs an Ausländer zu einem raschen Preisanstieg führen wird, den die polnischen Bauern nicht bezahlen könnten. Dies könnte den Prozess der Vergrößerung und Konsolidierung der landwirtschaftlichen Betriebe stoppen, was zur Verlangsamung der Modernisierung in diesem Sektor führen würde. Es wird auch befürchtet, dass diese Flächen durch Westbauern in der spekulativen Absicht eingekauft werden, sie nach dem EU Beitritt zu veräußern.

 

Polen widerlegt aber auch die in der EU verbreitete Meinung über ein generelles Verkaufsverbot der Grundstücke an Ausländer. Zur Begründung der eigenen Position stellt die polnische Seite die jetzigen Regelungen vor. Momentan dürfen Ausländer in Polen Grundstücke bis 4.000 qm. in den Städten und bis 10.000 qm. auf dem Land ohne Einschränkung kaufen. Anträge auf größere Grundstücke werden selten abgewiesen. 1998 geschah dies in nur 3,6 %, 1997 in - 4,3 % der Fälle. Die Zahl der erteilten Genehmigungen wächst seit 1989. 1996 waren es 1454, 1997 - 2001 und 1998 - 2189. Es gibt augenblicklich keine Prognosen und Berechnungen, wie sich die Preise für Grundstücke in der Zukunft entwickeln und wann sie das Westniveau erreichen werden.

 

Das andere Argument, das zur Schwächung der EU Position geführt hat, ist die sinkende Unterstützung der Bevölkerung für eine Integration in die EU. Das Nichtbeachten dieser Entwicklung könnte zum Stillstand der Verhandlungsgespräche führen.

 

Deshalb hat die EU darauf verzichtet, den Termin für den Wegfall von Bodenkaufeinschränkungen mit den Einschränkungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt für Polen zu koppeln. In einem speziellen Report räumt die EU Kommission ein, dass kein Risiko der Massenmigration nach der Aufnahme der mitteleuropäischen Ländern in die EU bestehe und im Fall Polens die Übergangsphase nicht zwingend notwendig sei. Inoffiziell wird die Aufhebung der Einschränkungen beim Bodenverkauf mit den Verhandlungen über die Unterstützung für die polnische Landwirtschaft in Zusammenhang gebracht. Die finanzielle Unterstützung aus Brüssel kann auch dann zum schnellen Preisanstieg der Preise der Landwirtschaftsflächen in Polen führen, wenn sich durch den Besitz der Zugang zu Subventionen öffnet.

 
     
   

Nachrichtendienst Polen 6. Juni 2000

 

1.

 

Wirtschaftsstandort Polen

 

Polen ist für deutsche Unternehmen der wichtigste Wirtschaftspartner in Osteuropa und wird als Standort für ausländische Direktinvestitionen sehr geschätzt. Das Land belegt Platz 5 unter den 60 begehrtesten Wirtschaftsstandorten der Welt. In der Rating Bewertung der Reformstaaten rangiert nur Slowenien vor Polen. 75 % der befragten Manager sind der Meinung, dass das Wachstumspotential Polens für ein lang andauerndes Interesse sorgen wird. Seit der Öffnung Polens vor zehn Jahren und Einführung der Marktwirtschaft haben sich alle bedeutenden Unternehmen in Polen niedergelassen. Sie handeln mit ihren Waren, produzieren oft zusammen mit polnischen Partnern oder sind im Dienstleistungssektor aktiv, zumal Polen als besonders attraktiv für Investitionen im Bereich der Telekommunikation und der Dienstleistungen gilt. Der deutsche Export betrug 1998 mehr als 24 Milliarden Mark, Deutsche Unternehmen investierten in Polen inzwischen mehr als 50 Milliarden Mark.

 

Die Reformen des letzten Jahrzehnts haben auch den polnischen Firmen zur raschen Entwicklung verholfen. Die Zahl der mittelständischen Unternehmen ist in Polen von 120.000 1989 auf beinahe 300.000 1999 gewachsen. Diese Unternehmen haben im letzten Jahr ca. 60 % des BIP erwirtschaftet. Parallel dazu steigt die Zahl der Beschäftigten und der Investitionswerte. Diese Unternehmen werden auch nach dem Beitritt Polens in die EU die Wirtschaft entscheidend prägen.

 

In dieser Situation sprechen für die wirtschaftliche Präsenz in Polen u.a. folgende Gründe:

 

  • Polen ist das Tor zu Mitteleuropa und zu den GUS Ländern

  • Polen ist der exzellente Standort für die sogenannte "verlängerte Werkbank"

  • Auch mittel- und langfristig gibt es in Polen ein BIP Wachstum von über 6 % jährlich

  • Mit dem nahenden EU Beitritt Polens wächst die Zahl der interessanten Projekte in Polen

 

Der Erfolg ausländischer Firmen in Polen hängt von der Kenntnis der besonderen Gegebenheiten des Landes, der Mentalität, der kulturellen und historischen Umstände ab. Deshalb brauchen ausländische Firmen für den Erfolg in Polen begleitende Unternehmen, die durch die Kenntnisse beider Länder - Deutschlands und Polens - den Projekten zu Effizienz verhelfen können.

 

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass nur die, die beiden Kulturen gut kennen, die die Erwartungen der einen und die Möglichkeiten der anderen Seite respektieren, sowie das Verständnis für die kulturellen Unterschiede haben, die kreativen Potentiale der in geradezu ideal er Weise komplementären Partner wie Deutsche und Polen zum Erfolg führen werden.

 

EuroPlan consult richtet sich an die, die wirtschaftliche Beziehungen nach Polen aufnehmen wollen oder ihre bestehenden Kontakte erweitern und optimieren möchten.

 

Unser Leistungsspektrum umfasst die Sondierung, Vorbereitung und Durchführung von Projekten:

 

  • Recherchen und Marktanalysen zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

  • Ermittlung von Geschäftspartnern und Unternehmerreisen

  • Projektmanagement und Projektsteuerung

  • Seminare und Fortbildung

Wir entwickeln mit Ihnen die richtige Strategie für Ihren Markteintritt, unterstützen Sie beim Aufbau einer Kooperation, beseitigen die bürokratischen Hemmnisse bei grenzüberschreitenden Kooperationen und beweisen damit, dass Sie ( in Polen ) auch außerhalb Deutschlands einen Kooperationspartner finden können. Unser besonderes Augenmerk gilt der richtigen Kalkulation, der Termintreue und der einwandfreien Ausführung.

Wir arbeiten mit renommierten Unternehmen in Polen zusammen. Einige von Ihnen vertreten wir auch in Deutschland. Mit genauen und aktuellen Informationen über das Leistungsspektrum, die Strukturierung, den EDV Einsatz und die QM Zertifizierung vermitteln wir Ihnen einen für Ihr Vorhaben optimalen Partner.

Für Firmen, die Ihre Mitarbeiter in Polen schulen möchten, organisieren wir Seminare, die auf die wichtigsten Fragen des Wirtschaftslebens eingehen. Wir setzen auch fertige Konzepte der deutschen Firmen um. Nach Bedarf adaptieren wir diese Konzepte für den polnischen Markt und führen vor Ort ein.

Für deutsche Firmen ist ein dauerhafter und einfacher Kontakt zu ihrem Berater wichtig, denn die Situation in Polen verändert sich schnell. Der Umstrukturierungsprozess der Wirtschaft und der angestrebte EU Beitritt bringt ein kolossales Pensum an neuen Gesetzen und Regelungen. Die Informationen darüber sollten Sie ohne bürokratische Umwege genauso schnell erreichen.
Unser Niederlassungsnetz garantiert Ihnen solchen schnellen Zugang.

 

     

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: service @ europlan-consult.de

Copyright © 1999-2005 EuroPlan consult