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Nachrichtendienst Polen 26. September 2000
Mehrwertsteuer im Bauwesen
Die Regierung in Polen hat die Pläne aufgegeben eine nach Zeit gestaffelte Mehrwertsteuererhöhung für Baumaterialien, Baudienstleistungen und Wohnungen einzuführen. Der Entwurf des entsprechenden Gesetzes wurde im Parlament zurückgewiesen. In den Plänen war eine Anhebung der Mehrwertsteuer bis zum Jahr 2003 vorgesehen ( 2001 - 12 %, 2003 - 22 % ) die Mehreinnahmen verteilt auf 3 Jahre in Höhe von über 1,4 Milliarden Zlotys erbringen sollte.
In der Diskussion überwogen Stimmen, die in der Anhebung der Mehrwertsteuer eine Gefahr für Entwicklung der Baubranche sahen. Der jetzige Steuersatz von 7 % soll demnach bis 2005 festgeschrieben werden. |
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Die für viele überraschende Entscheidung wird sich auf das geplante Budget auswirken. Allein im kommenden Jahr hätte die Erhöhung der Mehrwertsteuer im Bauwesen ca. 400 Millionen Mehreinnahmen bedeutet. Trotzdem sehen Regierungsvertreter die Chancen auf einen BSP Zuwachs im kommenden Jahr von 5,2-5,3 % als realistisch.
Die Branche hat die Abkehr von der geplanten Erhöhung begrüßt. Eine Anhebung der MwSt. auf 22 % hätte die Preise sogar um ca. 15 % anheben können. |
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Nachrichtendienst Polen 12. September 2000
1. Rating von Gemeinden - Bewertung der Stadt Danzig
Die Stadt Danzig hat von Standard and Poor's eine langfristige Bewertung der Kreditverbindlichkeiten auf dem Niveau BBB erhalten. In Polen hat nur Krakau ein besseres Ergebnis erzielt. Man muss aber hinzufügen, dass die Bewertung zeitlich nach der Administrationsreform und der damit verbundenen höheren Belastung der Gemeinde erfolgte.
Dieses Gutachten betrifft potentielle Verbindlichkeiten sowohl in polnischer als auch in ausländischer Währung. Die Stadt hat um die Bewertung selbst gebeten, denn sie will in den kommenden 4 Jahren 130 Mln. DM Kredit aufnehmen. Dank dem positiven Rating wird der Zugang zu Krediten erleichtert.
Diese Gelder sind für Investitionen vorgesehen, hauptsächlich in der Verkehrsinfrastruktur. Danzig ist eine wichtiges Kommunikationszentrum, sehr attraktiv für Investoren, und das Kulturzentrum Nordpolens. Die Stadt hat eine dreimal niedrigere Arbeitslosenrate als der Landesdurchschnitt.
Danzig ist die fünfte Stadt Polens mit S&P Bewertung. Die Kreditbewertung von Gesamtpolen ist BBB+, für Verbindlichkeiten in ausländischer Währung A+.
2. Kredit von EBI für Bau von Autobahnen
Die Europäische Investitionsbank wird Polen am 29. Oktober Kredit in Höhe 275 Mln. Euro erteilen. Diese Gelder sind für den Bau eines Autobahnabschnittes der A-2 zwischen Posen und der deutsch-polnischen Grenze bestimmt. Es soll der größte Kredit der Europäischen Investitionsbank in Mitteleuropa sein.
Ohne die Autobahnanbindung Warschaus und Schlesiens lässt sich die EU Integration Polens nicht verwirklichen. Auf Grund des niedrigen Einkommensniveaus in Polen rentiert sich der Bau von Autobahnen für private Investoren nicht. Um dem Konsortium Autostrada Wielkopolska Hilfestellung zu leisten, hat der Rat der Europäische Investitionsbank entschieden, die Rückzahlung der Kredite erst in 18 Jahren anzufordern. Sie wird 12 Jahre dauern. Der Kredit der Europäischen Investitionsbank soll die Hälfte der Kosten decken. Den Rest stellen private Banken und Firmen des Konsortiums AW SA. Der Bau der Autobahn könnte dann im ersten Halbjahr 2001 anlaufen und an die jetzt gebaute Umfahrung Posens anschließen.
Seit 1990 hat Polen von der Europäischen Investitionsbank Kredite in Höhe 2,99 Mld. Euro erhalten. Die Hälfte dieser Gelder wurden für die Finanzierung der Transportinfrastruktur verwendet, die andere Hälfte für Umweltschutzprojekte, Modernisierung der Industrie, der Telekommunikation und Energieerzeugung.
In den Ländern Mitteleuropas wurden alle seit 1990 eingeräumte Kredite, d.h. seit der Aufnahme der Geschäfte von Europäischer Investitionsbank in dieser Region, rechtzeitig zurückbezahlt. Die Europäische Investitionsbank ist bereit Polen weitere Kredite für den Bau von Autobahnen zu erteilen. Der Rat der Bank hat entschieden, die jährlichen Kredite zu erhöhen und den Kreditnehmern maximale Freiheit bei der Verwendung dieser Gelder einzuräumen. |
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Nachrichtendienst Polen 5. September 2000
1. Telekommunikation - Internet, Telefon und Fernsehen alles aus einer Hand
Eine Gesellschaft der Elektrim Gruppe will übers Kabel ein integriertes Dienstleistungspaket anbieten: Festnetztelefon, Internetzugang und Kabelfernsehen. Die Kosten für die Modernisierung und Netzausbau betragen zwischen 100 bis 130 Mln. USD. Mit dem Angebot sollen bis Ende des Jahres 40 bis 50 Tausand Wohnungen in Warschau erreicht werden.
Im Augenblick bietet das Unternehmen den Empfang vom Kabelfernsehen ca. 270.000 Haushalten an. Die technische Infrastruktur ermöglicht das Angebot an ca. 540.000 Kunden, und als Ziel setzt sich das Unternehmen 600.000 Haushalte mit Kabelfernsehen zu bedienen.
Elektrim will im stationären Telefonnetz einen Marktanteil zwischen 10 - 14 % erreichen, als Internet Anbieter 40 % und bei Kabelfernsehen 45 % halten im Augenblick sind es 50 % ). Die Modernisierung des Netzes wird zum Teil durch Kredite zum Teil durch Emission von Wertpapieren finanziert.
2. Unternehmen - Verkauf im Schnitt höher um 30 %
Die letzten Prognosen in Bezug auf Produktion und Nachfrage sind sehr optimistisch. In Unternehmen sind im ersten Halbjahr die Einnahmen schneller gewachsen als die Kosten.
Vor allem die Auslandsnachfrage hat sich dank der Erholung der Auslandskonjunktur sowie der Exportoffensive spürbar verbessert. Der Export nach Russland vergrößerte sich im ersten Halbjahr 2000 um 25 %. Die Firmen gehen bei diesen Kontakten jedoch sehr sorgfältig um - im allgemeinen wird Vorkasse verlangt oder Zahlung direkt bei Lieferung.
Deutlich höher als vor einem Jahr war auch der Verkauf in andere Länder Mittel- und Osteuropas, sowie in Entwicklungsländer. Unter anderem auch der Export nach Deutschland hat stark zugenommen, das der wichtigste Handelspartner Polens bleibt.
3.
Sonderwirtschaftszonen - Investitionen erreichen 2 Mld. USD
Die für 2001 geplanten Steueränderungen in den SWZ lassen den Investoren nur weinig Zeit Entscheidungen zu treffen. Aus diesem Grund wird unter den Investoren seit geraumer Zeit eine Belebung beobachtet.
Anhand einer Umfrage in den 14 SWZ geht hervor, dass bis jetzt ca. 330 Genehmigungen zur Aufnahme der Wirtschaftstätigkeit ausgestellt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Zahl der deklarierten Arbeitsplätze um 53 % und die geplante Zahl der Beschäftigten beträgt ca. 46.100 Personen. Die höchsten Investitionen wurden in der SWZ bei Kattowitz im Zusammenhang mit dem Bau einer Opelfabrik getätigt.
Noch gelten die Regeln, wonach bei einem Engagement in der SWZ das Unternehmen Steuererleichterungen in Höhe von 100 % die ersten 10 Jahre genießen darf. Die Pläne der Regierung sehen die Beibehaltung der Steuerbegünstigungen für Investoren vor, die ihre Verträge mit der Zonenverwaltung noch bis Ende dieses Jahres unterschreiben. Danach soll derart Förderung auf der Basis des Gesetzes über öffentliche Hilfe erfolgen.
Weitere Informationen über SWZ in Polen entnehmen Sie unseren Homepage www.europlan-consult.de/nachrichten.htm ( 27. Juni 2000, 15. Februar 2000 ).
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